Narrenbaum NUZ - Därles Bärbla

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Narrenbaum NUZ

Presse > 2015

Fasching
Fasnachtsmuffel kommen vors Narrengericht
In Oberelchingen wurden die elf Gebote verkündet, die bis Aschermittwoch gültig sind


Fröhlich versammelten sich die Oberelchinger Därlesbärbla, Bobbele und Kanoniere mit den Unterelchinger Lehmwualern und den Thalfinger Weithfeldhexen um den Narrenbaum.


In Elchingen ist die närrische Anarchie ausgebrochen. Über 1000 Hexen und Hästräger aus über 50 Narrenzünften feierten mit Hunderten von Maschkerern auf dem Oberelchinger Dorfplatz das Aufwecken der Fasnacht, das Aufstellen des Narrenbaumes und die Verkündung der „Elf Gebote der Elchinger Narrengesetze“.

Der närrische Ausnahmezustand gilt bis Aschermittwoch und findet seinen Höhepunkt in der Vertreibung des Bürgermeisters und des Gemeinderates aus den beiden Elchinger Rathäusern. Zuwiderhandelnde Fasnachtsmuffel kommen vor’s Narrengericht und werden mit drakonischen Strafen belegt. Diese reichen von der Beichte mit Biervergebung bis zum Spagatversuch im Training der Gardemädchen.



Der von Böllern unterstützte Jubel der Hexen war in ganz Elchingen zu hören, als die beiden Hexenmeister Christian Holl und Achim Götz die Narrengesetze verkündeten, von denen Paragraf 1 besagt: In Elchingen regieren die Maschkerer, der Gemeinderat wird für die nächsten elf Tage für beschlussunfähig erklärt. Paragraf 4 legt fest, dass jeder Elchinger lachen darf so viel und so laut er will, besonders wenn er zu Hause nichts zu Lachen hat. „Ehefrauen ist es untersagt, ihre spät heimkehrenden Gatten zu züchtigen im Gegenteil, sie haben sich unverzüglich und mit aller Mühe um die Wiedergenesung der Maschkerer zu kümmern“, besagt Paragraf 9. Bis Aschermittwoch lebt die Gemeinde jetzt nach den elf Geboten des Narrenrechtes. Hexen und Hästräger aus über 50 Zünften, Schalmeienkapellen, Guggenmusiker, Konfettikanoniere und Fanfarenkorps waren der Einladung der Oberelchinger Faschingsgesellschaft Greane Krapfa zu diesem traditionellen Narrenfest gefolgt. Die heimischen Fasnachtler geben dabei ein Beispiel dafür ab, dass Hexen keine Ortsteilgrenzen kennen. Zusammen mit den Oberelchinger Därles Bärbla, Bobbele und Kanonieren flogen die Unterelchinger Lehmwualer und die Thalfinger Weithfeldhexen auf ihren Besen den „Heiligen Berg“ in Oberelchingen hinab. Mit ihnen flogen unter anderen die Nersinger Buschelberghexa oder die Illertaler Wasserbätscher und Waldschrathe. Unter den Klängen der Nersinger Schalmeien, der Geisler Riasrandgugga und der Oberelchinger Blech Beat Gugga lenkten die Hexenmeister das närrische Treiben um den Narrenbaum und später in der Brühlhalle.

Jeder, der am Narrenbaum vorbeikommt, habe anzuhalten und den Vorsatz zu fassen, künftig bei der Fasnacht mitzumachen, hieß es. Jeder habe darauf zu achten, „dass kein Wind den Baum umreißt und kein Hund an den Sockel scheißt“, hatten Achim Götz und Christian Holl zuvor verkündet. (mde)


 
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