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Presse > 2015
 

Oberelchingen

Narrenmesse in Oberelchingen

Wo Ehrenkäs und Egoismus herrschen, fühlt sich der Teufel pudelwohl. In dessen Rolle schlüpfte Pater Ulrich bei der fröhlichen, aber auch nachdenklichen Narrenmesse in der proppenvollen Oberelchinger Klosterkirche.



Wo Ehrenkäs und Egoismus herrschen, fühlt sich der Teufel pudelwohl. In dessen Rolle schlüpfte Pater Ulrich bei der fröhlichen, aber auch nachdenklichen Narrenmesse in der proppenvollen Oberelchinger Klosterkirche.

Verwirrung zu stiften ist des Teufels Sinnen und Trachten. Das gelang auch Pater Ulrich bei der Narrenmesse am Fasnachtssonntag. Er sei unpässlich, informierte er die Gottesdienstbesucher. Er bat daher den Gemeindereferenten Norbert Ritter, seine Predigt vorzulesen und suchte schnell das Weite. Notgedrungen, so Ritter, werde er den Text des Pfarrers vorlesen, auch wenn ihm bewusst sei, dass er dann an Wirkung verliere. Der Vortrag des Gemeindereferenten wurde jedoch bald unterbrochen vom plötzlich erschienenen Leibhaftigen. Unter schwarzem Umhang und rot-schwarzer Perücke steckte erwartungsgemäß der Pater. Als Satan bediente er sich vieler Klischees, um die Werte und die Aufrichtigkeit der Christen infrage zu stellen.

„Die plappern gedankenlos alles nach und blöken wie die Schafe“, zog der Höllenfürst über die Gläubigen her. Die hatten viel Spaß – vor allem an der teuflisch guten Schauspielkunst des Geistlichen. Doch das Zwiegespräch, in dem sich Zyniker und Phantast begegneten, machte auch nachdenklich.

Die Botschaft: Auch Christen sind zwar nicht perfekt, aber sie können sich auf der Grundlage ihres Glaubens „Hand in Hand“, wie das Motto der Messe lautete, für eine friedliche und solidarische Gesellschaft einsetzen. Und nicht zuletzt, so Norbert Ritter, gelinge es ihnen, Dämonen auszutreiben. Er hatte jedenfalls Erfolg und schlug den Teufel in die Flucht.

Blech Beat Gugga und Mitglieder der Jugendkapelle sorgten nicht nur für den musikalischen Rahmen, sondern auch für fröhliche Stimmung in der Kirche. Einmal mehr zeigten sie, dass sie einen Höllenlärm und trotzdem hervorragende Musik machen können – bei den Instrumentalstücken wie „I will follow him“ ebenso wie bei der Begleitung der Kirchenlieder.

Die zahlreichen Hästräger und Gottesdienstbesucher freuten sich, als Pater Ulrich verkündete, auch im nächsten Jahr werde am Fasnetssonntag eine Narrenmesse gefeiert. Nach dem Gottesdienst traf sich das närrische Volk zum Weißwurst-Frühstück im Konstantin-Vidal-Haus, zu dem die Elchinger Spritzbuben in roter Garde-Uniform spielten.

BARBARA HINZPETER | 15.02.2015

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