Wenn´s Därle brennt.... - Därles Bärbla

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Wenn´s Därle brennt....

Presse > 2014

Wenn’s Därle brennt
Über 50 Zünfte und Hexenhaufen sind beim Oberelchinger Narrenbaumstellen. Über drei Figuren gibt es eine mystische Legende


Oberelchingen Einmal im Jahr brennt in Oberelchingen „’s Därle". Dann ziehen weit über 1000 schwäbisch-alemannische Hästräger und Hexen mit Feuer und Schwefel durchs Martinstor den Heiligen Berg hinab. Auf dem Dorfplatz wird der Narrenbaum aufgestellt, die Fasnacht geweckt und die elf Narrengesetze verkündet. Elchingen befindet sich im Ausnahmezustand.

Schuld an diesem närrischen Zustand sind die Hästräger der Oberelchinger Faschingsgesellschaft Greane Krapfa, die „Bobbele" und die „Därlesbärbeln". Letztere standen diesmal besonders im Rampenlicht. Nach langer Zeit sind nun alle vier Figuren ihrer Legende zum Leben erweckt worden: die „Därlesbärbeln", die alte „Burgl", der „Fischerbua" und der „Fischerzunftmeister". Ihre in alten Schriften verbürgte Geschichte spielt zur Zeit des Abtes Gallus Keppler (1587 bis 1604). Der damalige Wächter am Klostertor, dem „Därle", hatte zwölf Töchter. Wegen ihres ähnlichen Aussehens gab der Vater deshalb allen den Beinamen „Bärbel". Die Mädchen pflegten eine besondere Freundschaft zu den Buben des wohlhabenden Fischerzunftmeisters, allerdings gegen dessen Willen. Im Torhaus des Klosters wohnte auch die alte „Burgl", die den Weihrauch für die Klosterkirche zu versorgen hatte. In ihrer gemütlichen Feuerstube konnten sich auch die Verliebten heimlich treffen. Um den Fischerzunftmeister zu ärgern, fragten die jungen Leute im Dorf, wann denn nun die erste Fischerhochzeit mit einer Torbärbel stattfinde. Ahnungslos ließ dieser sich zu dem Schwur verleiten: „Eher müssten zwölf Hexen am Obersten (letzter Tag der zwölf Rauhnächte) in meiner Stube stehen, als eine Torbärbel Fischersfrau würde". Nach dem Rat der Burgl schlüpften die Torbärbeln in alte Kleider, setzten Kopftücher und lange Nasen auf und stürmten um zwölf Uhr ins Haus des Fischerzunftmeisters. Er gab seinen Segen zur Hochzeit seines Buben mit der ältesten Torbärbl.

Unter anderem nahmen die Oberelchinger „Bobbele", Unterelchinger „Lehmwualer", die „Kropfate" aus Leibi und die Straßer „Roth-Hexa" am Narrenbaumstellen teil. Unterstützt von den Oberelchinger „Blech Beat Gugga", dem Lehrer Spielmannszuges, den Nersinger „Schalmeien", dem Weißenhorner Fanfarenzug und den Geisler „Riasrandgugga" zogen sie durchs „Därle". (mde)

Neu-Ulmer Zeitung 2. Februar 2014

 
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